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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2009 Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator

Creditreform Wirtschaftsindikator
Analyse des 1. Quartals 2009 und Konjunkturausblick

Mittelständische Wirtschaft hart getroffen - Finanzierungssituation sehr angespannt

Neuss, 08.05.2009

Alle Bereiche der mittelständischen Wirtschaft spürten im ersten Quartal 2009 die massiven Auswirkungen der weltweiten Rezession in ihren Umsatz- und Ertragszahlen. Am deutlichsten sind die Folgen für die Unternehmen der Grundstoff-, Bau- und Metall- und Elektroindustrie. Allein Einzelhandel und einige Dienstleistungsbereiche sorgen für etwas Stabilität. Nach einem Minus von 2,5 Zählern bleibt der Creditreform Wirtschaftsindikator im Abwärtstrend. Auch, weil sich die Finanzierungsbedingungen trotz der deutlichen Zinssenkungen der EZB nicht gebessert haben.

Insolvenzzahlen steigen – Zahlungsverzögerungen nehmen zu

Die Insolvenzgefährdung der deutschen Unternehmen ist im ersten Quartal 2009 weiter gestiegen. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), das zentrale Risikomaß, liegt 0,04 Punkte über dem Vorquartalswert. Derzeit weisen pro 10.000 Unternehmen 226 Firmen ein Negativmerkmal auf, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag. In den ersten drei Monaten des Jahres wurde eine schon überfällige Rechnung erst nach 13,4 Tagen beglichen. Im Vorjahresquartal betrugen die Zahlungsverzögerungen nur 12,9 Tage. Die durchschnittliche Bonitätsnote der Unternehmen wurde einen Zähler herabgestuft.

Pessimisten in der Mehrzahl, aber Talsohle ist in Sicht

Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt pessimistisch. Die Wirtschafts- und Finanzkrise bestimmt die Erwartungen der mittelständischen Wirtschaft. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung haben die pessimistischen Unternehmen weiter die Oberhand. Der Teilindex der Erwartungen hat sich mit -10,3 Punkten allerdings nicht mehr verschlechtert (Vorquartal: -10,9 Punkte).

Methodik

Der Creditreform Wirtschaftsindikator setzt sich aus den vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit zusammen. Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator zahlreiche Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Creditreform Wirtschaftsdatenbank und verknüpft diese mit empirischen Ergebnissen aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum an, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase.

Der vollständige Quartalsbericht kann unter "Downloads" kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Mai 2009.

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(PDF, 4789 KB)
Presseinformation "Creditreform Wirtschaftsindikator 2/2009"
(PDF, 63 KB)
 
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