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Dienstleister der Informationsgesellschaft: Unternehmen im Wirtschaftszweig sind weiter positiv gestimmt
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Unternehmen im Wirtschaftszweig sind weiter positiv gestimmt
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 13.01.2011
Die Stimmung im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hat sich im vierten Quartal 2010 gegenüber dem Vorquartal weiter verbessert. Verantwortlich hierfür ist vor allem die sehr positive Entwicklung der aktuellen Geschäftslage der Unternehmen. Dementsprechend legt der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den gesamten Wirtschaftszweig, im vierten Quartal 2010 um 4,4 Punkte zu und liegt nunmehr bei einem Wert von 66,8 Punkten. Ein Wert des ZEW-IDI über 50 Punkten signalisiert eine bessere konjunkturelle Stimmung gegenüber dem Vorquartal. Dies ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim in Zusammenarbeit mit Creditreform, Neuss, im Dezember 2010 im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung).
„Der Teilindikator des ZEW-IDI, der die Bewertung der aktuellen Geschäftslage wiedergibt, erreicht im vierten Quartal 2010 mit 71,9 Punkten seinen historisch höchsten Stand“, erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am ZEW.
Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft umfasst sowohl die IKT-Dienstleister als auch die wissensintensiven Dienstleister. Der Stimmungsindikator für die Teilbranche der IKT-Dienstleister (Softwareunternehmen, IT-Dienste, IKT-Händlern und Telekommunikationsdienstleister) steigt im vierten Quartal 2010 um 2,7 Punkte. Damit erreicht dieser Indikator einen Wert von 65,6 Punkten. Verantwortlich für den Anstieg ist eindeutig die deutlich bessere Beurteilung der aktuellen Geschäftslage durch die IKT-Dienstleister. Der Teilindikator, der die Einschätzung der aktuellen Lage wiedergibt, steigt um 11,7 Punkte auf 74,2 Punkte. Die Erwartungen der IKT-Dienstleister für das erste Quartal 2011 haben sich dagegen im Vergleich zum Vorquartal etwas verschlechtert. Der Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen anzeigt, sinkt um 5,3 Punkte auf 58 Punkte und liegt damit deutlich unter dem Wert für die aktuelle Geschäftslage. Offensichtlich sind die IKT-Dienstleister skeptisch, dass sich der im letzten Jahr positive Konjunkturverlauf in der Branche auch künftig in diesem Ausmaß fortsetzen wird. Dennoch liegen die Erwartungen weiterhin über der kritischen Marke von 50 Punkten und signalisieren damit günstige konjunkturelle Perspektiven für die IKT-Dienstleister im ersten Quartal 2011.
Die konjunkturelle Stimmung in der Teilbranche wissensintensive Dienstleister hat sich im vierten Quartal 2010 ebenfalls verbessert, wenngleich nicht so deutlich wie bei den IKT-Dienstleistern. Der Stimmungsindikator für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberatungen, Architekten, technische Berater und Planer, Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung und Werbefirmen steigt um 6,2 Punkte auf 68 Punkte. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen auf den Anstieg des Teilindikators für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zurück. Die Erwartungen der Unternehmen in dieser Teilbranche für das erste Quartal 2011 haben sich gegenüber dem Vorquartal ebenfalls noch einmal leicht verbessert.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Miruna Sarbu
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-334
Fax: 06 21 / 12 35-333
sarbu@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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