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Creditreform Magazin, 08.08.2011
Energieversorgung in Deutschland steht auf finanziell stabilen Füßen
Die deutsche Energiebranche ist für die Energiewende gut gerüstet. Das zeigt ein aktueller Bericht, den die Creditreform Rating AG gemeinsam mit dem Online-Informationsportal Statista jüngst veröffentlicht hat. Basis ist eine Analyse der finanziellen Stabilität deutscher Energieversorger. Besonderes Augenmerk wurde auf Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien gelegt, denen im Zuge der Energiewende künftig eine Schlüsselrolle zukommen wird.
Aktuell sind rund 17.600 Unternehmen der Energieerzeugung in der Creditreform Datenbank registriert. Aufgrund des Booms der Erneuerbaren Energien wächst diese Zahl stetig, seit 2006 um ganze 85 Prozent. Allein im Jahre 2010 wurden 3.445 Unternehmen neu eingetragen - überwiegend aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Meist handelt es sich dabei um kleine Anbieter mit einem Jahresumsatz von unter 500.000 €.
Schwächen in der Finanzierungsstruktur
Das noch geringe Alter der Unternehmen und ihre im Vergleich zu den getätigten Investitionen eher geringe Größe spiegelt sich auch in der Kapital- und Finanzierungsstruktur wider. Schwächen zeigen sich vor allem bei der Eigenkapitalausstattung: Mit 37,3 Prozent ist ein höherer Anteil als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (25,3 Prozent) mit einer Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent ausgestattet und damit nur schwach kapitalisiert.
Allerdings muss für die häufig hohen Anfangsinvestitionen, beispielsweise beim Anlagenbau, oftmals auch Fremdkapital eingesetzt werden, was die Eigenkapitalquote verringert. Hinzu kommt, dass Kredite meist zinsvergünstigt angeboten werden (KfW-Förderung) und die Unternehmen aufgrund ihres noch geringen Alters kaum Kapitalrücklagen bilden konnten.
Geringe Ausfallquote - Branche profitiert von der Politik
Insgesamt ist die Zahl der Insolvenzen in der Branche mit nur 32 im Gesamtjahr 2010 vergleichsweise gering. Auf 10.000 Unternehmen kommen 18, die ein hartes gerichtliches Negativmerkmal wie einen Insolvenzantrag aufweisen. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt diese Quote bei 220 und damit deutlich höher. Allerdings wird die finanzielle Stabilität der Branche auch von Einflüssen der öffentlichen Hand wie der gezielten Förderpolitik (z.B. über die Einspeisevergütung) bestimmt, so dass abzuwarten bleibt, wie die Branche sich entwickelt, sollte die Förderung eines Tages zurückgefahren werden.
Weitere Informationen:
Creditreform Rating AG
Michael Meissner
Hellersbergstraße 11
41460 Neuss
Tel.: 02131 / 109 604
Fax: 02131 / 109 82707
www.creditreform-rating.de
m.meissner@creditreform-rating.de
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