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Völlige Transparenz
Geschäftliche Partnerschaften zwischen Bank und Kunde sind häufig von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Es geht auch anders, wie der folgende Fall beweist.
Wenn Hanspeter D., Inhaber eines Logistikbetriebes aus Baden-Württemberg mit rund vierzig Mitarbeitern, seinen Kollegen im örtlichen Unternehmensverband vom geschäftlichen Umgang mit seiner Hausbank erzählt, sieht er sich regelmäßig Skepsis und Unglauben gegenüber. Selbst langjährigen Weggefährten des nun bereits in der dritten Generation tätigen Unternehmers fällt es schwer, den immer wiederkehrenden Hinweisen von D. auf seine angeblich "völlig komplikationslose" Geschäftsverbindung mit dem Kreditinstitut, der örtlichen Kreditgenossenschaft, zu folgen. Während die meisten Teilnehmer der Runde, ebenfalls durchweg gestandene und erfolgreiche Unternehmer, die eigenen Beziehungen zu Ihren Bankinstituten als eher reserviert beschreiben, hören Sie von D. in diesem Zusammenhang ausschließlich Vokabeln wie "kundennah", "absolut verlässlich" und "völlig transparent".
Ungleiche Qualität der Transparenz
Vor allem am letztgenannten Punkt scheiden sich die Geister. Fast einhellig muss sich D. immer wieder anhören, dass sich Transparenz, wie sie Kreditinstitute offenbar verstehen, nahezu ausschließlich auf das regelmäßige Bereitstellen betriebseigener Unternehmensdaten erstreckt, bankseitig aber so gut wie nie auf das Offenlegen von Details etwa bei Einzelheiten zum Rating, bei der Kreditvergabe oder bei der Zinssatzfindung beim Kontokorrentkredit oder bei betrieblichen Darlehen eingegangen wird. Dabei wird übrigens durchaus eingeräumt, dass der jeweils zuständige Kundenberater der Bank diese Zurückhaltung nicht böswillig ausübt, sondern einfach nicht genau weiß, wie beispielsweise wichtige betriebswirtschaftliche oder persönliche Faktoren beim Unternehmensrating in welchem Umfang und mit welcher Gewichtung in das Gesamtergebnis einfließen. In der Summe, so wird kritisiert, ändert dies aber nichts an der ungleichen Qualität der Transparenz. Auf der einen Seite das Verlangen nach nahezu völliger Durchsichtigkeit des Kunden, auf der anderen Seite eine diesbezüglich eher mangelnde Bereitschaft des Kreditgebers zum Entgegenkommen.
D. kann und will sich dieser "Generalkritik" nicht anschließen, da er bereits vor Jahren intensiv darüber nachgedacht hat, wie er die Geschäftsverbindung zu seiner Hausbank auf eine lan
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